SPD Nordhorn : SPD Fraktion stellt Planungsauftrag für KITA im Baugebiet Oorde

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Die SPD stellt den anliegenden Antrag. Der Antrag soll in der April-Sitzung des SEA und in der nächsten Sitzung des SJI beraten werden. Zudem werden unsere Vertreterinnen im GEWO-Aufsichtsrat dazu aktiv werden.

Antrag Kita Oorde:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung für den Bau einer Kindertagesstätte im
Baugebiet Oorde-Süd aufzunehmen.
2. Die Kita erhält im 1. Bauabschnitt je 2 Kindergarten- und 2 Krippengruppen.
3. In einem 2. Bauabschnitt sind jeweils eine weitere Kindergarten- und Krippengruppe
vorzusehen.
4. Die Bauleitplanung und der Grundstückszuschnitt erfolgen so, dass über der Kita in
mindestens 2 Geschossen Wohnungen geschaffen werden.
5. Diese Wohnungen sollen mindestens zur Hälfte preisgebundene Mietwohnungen
sein. Hierfür ist eine Vergabe an die GEWO zu prüfen.

Begründung:
Derzeit werden zahlreiche neue Kita-Plätze geschaffen. Allerdings ist es seit über 20 Jahren nicht erreicht worden, dass Erziehungsberechtigte jederzeit einen Kita-Platz bekommen sollten. Die Stadt ist dem gestiegenen Bedarf immer hinterher gelaufen. Auch damit Nordhorn als attraktiver Platz zum Arbeiten und Wohnen gilt, soll erreicht werden, dass es jederzeit einige freie Kita-Plätze gibt. Das ist auch wichtig, damit die hiesigen Arbeitgeber Fachkräfte gewinnen können. Ebenso sind einige freie Plätze wichtig, damit Familien kurzfristig auf einen Betreuungsplatz zugreifen können, wenn es plötzlich veränderte Umstände erfordern (z.B. Trennung).
Für den Stadtteil Oorde ist zudem festzustellen, dass dort bisher keine einzige Kita vorhanden ist – in dem sehr großen Gebiet zwischen Ems-Vechte-Kanal und Nordhorn-Almelo-Kanal. Dieses ist immer schon ein Mangel. Ein früher angedachter Standort in der Nähe des Kreisverkehrs am Tierpark ist nie zustande gekommen. Deshalb ist auch unter dem Gesichtspunkt der ortsnahen Versorgung nach dem Motto “kurze Beine – kurze Wege” die Schaffung einer Kita im Stadtteil Oorde längst fällig.
Das neue Baugebiet Oorde-Süd und die dort umfangreichen städtischen Flächen ermöglichen nun diesen Bau. Aufgrund der in den letzten 20 Jahren immer stärker gestiegenen Nachfrage nach Krippenplätzen sollte auf je 1 Kindergartengruppe mit 25 Kindern eine Krippengruppe mit 15 Plätzen kommen. Bezogen auf die Nachfrage in der
gesamten Stadt ist eine Einrichtung wie beantragt sinnvoll.
Bei der bisherigen Entwicklung wurden fast immer Standorte für neue Kitas entwickelt, an denen anschließend keine Erweiterung möglich war, zuletzt noch bei der im Bau
befindlichen Kita Nach Schleuse I/Süßkindstraße. Das soll sich hier in Oorde-Süd nicht wiederholen, weshalb im Rahmen der Planung 2 weitere Gruppen als 2. Bauabschnitt vorgesehen werden sollen.
Kindertagesstätten werden ebenerdig errichtet. Mit Blick auf einen sparsamen Umgang mit der begrenzten Ressource Boden ist nicht einsehbar, warum nicht über dem
Kita-Erdgeschoss Wohnungen errichtet werden, wie es bereits in der 90er Jahren mit dem Kinderhaus Kunterbunt am Hohenkörbener Weg realisiert wurde (damals durch die GEWO).
Neben dem sinnvollen Umgang mit der Ressource Boden spricht für Wohnungsbau auf einer Kita auch, dass hier das Grundstück bereits bezahlt ist und folglich eine
kostengünstige Möglichkeit besteht, preisgebundene Mietwohnungen zu schaffen. Bereits bei anderen Projekten wurde von der SPD angeregt, dieses zu wiederholen.
Hier in dem Neubaugebiet Oorde-Süd, wo derzeit auch die Bauleitplanung läuft, ist dieses unproblematisch möglich. In Anlehnung an den SPD-Antrag “ Baugebiet Oorde-Süd –
klimaneutral” – Vorlage 315/2020 entsteht auch der Vorteil einer höheren Wärmedichte, was den Bemühungen zu Gute kommt, durch eine hohe Energieeffizienz eine möglichst geringe Belastung des Klimas hervor zu rufen.
Die SPD würde es sehr begrüßen, wenn das Gesamtobjekt – Kita und Wohnungen – durch die GEWO errichtet werden können. Das hat den Vorteil, dass die Wohnungen über die
Bindungszeit im sozialen Wohnungsbau hinaus preisgünstig im Angebot verbleiben, wie es bei der GEWO seit Jahrzehnten üblich ist. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates der GEWO,
Frau Dr. Buchholz-Will, wird das auch im Aufsichtsrat zur Beratung stellen.

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