Angebot der Landesregierung zur Schnellbuslinie nutzen

Die Initiative der Landesregierung für ein Landes-Schnellbusliniennetz und die konkret genannte Strecke Lingen – Nordhorn sollte nach Ansicht der SPD-Fraktion im Nordhorner Rat aufgegriffen werden, allerdings mit einer Durchbindung über Denekamp nach Enschede.

Die Planung der Landesregierung solle nicht an der Grenze halt machen, so Verkehrsausschussmitglied Manuel Granja Nunez : „Wenn durch Schnellbuslinien Mittelstädte eine schnelle und qualitativ bessere Anbindung an andere Mittel- oder Oberzentren erhalten sollen, wo es keine Bahnverbindung gibt, dann muss das auch für die Verbindung bis nach Enschede gelten. Das ist sogar ein Oberzentrum, wo auch viele Deutsche studieren.“

Der Fraktionsvorsitzende Harald Krebs, mit den Verhältnissen in den Niederlanden gut vertraut, ergänzt: „Die Niederländer kennen derartige Schnellbuslinien; in den Niederlanden sind mit derartigen Über-Land-Verbindungen erhebliche Fahrgastzuwächse erreicht worden. Deshalb ist zu erwarten, dass die niederländischen Aufgabenträger offen sind für eine gemeinsame Untersuchung, die zudem über die EUREGIO aus EU-INTERREG-Mitteln gefördert werden könnte.

Derzeit fährt eine Buslinie nach Lingen, deren Fahrplanlage aber nicht auf den Emsland-Express am Bahnhof Lingen abgestimmt ist. Nach Denekamp fährt derzeit eine Bürgerbuslinie mit Anschluss an die Buslinie nach Oldenzaal und Enschede. Das ist kein attraktives Angebot. So verweist Verkehrsausschussmitglied Harry Brooksnieder auf die Erfahrungen, das gebrochene Verkehre, wo also umgestiegen werden muss, oder wo die Anschlüsse zur Bahn nicht gut sind, niemanden veranlassen, den ÖPNV als Alternative zum Auto zu sehen.

Auch sei das keine Konkurrenz zur Wiedereinführung des Schienenverkehrs in Nordhorn, denn die Schnellbuslinie würde mit der Verknüpfung mit dem Schienenverkehr in Lingen (Emsland- Express), in Nordhorn (zukünftige Bahnverbindung Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus), in Oldenzaal (Stoptrein nach Hengelo und ab dort weiter nach Amsterdam und Rotterdam) und in Enschede für attraktive Umsteigeverbindungen sorgen.

Die Realisierung dieser Schnellbuslinie Lingen – Nordhorn – Enschede würde aus Sicht der SPD viele Vorteile für die Erreichbarkeit Nordhorns und für die Mobilität seiner Bürgerinnen und Bürger erzeugen:

  • geringe Umsteigezeiten in Lingen vom und zum Emsland-Express (Münster – Emden),
  • stündlich gesicherte Verbindungen auf der Schnellbuslinie auch zu Zeiten, wo die bisher dort verkehrende Linie 165 nicht oder als nur als Anruf-Sammeltaxi verkehrt,
  • Substituierung der bisherigen Bürgerbuslinie Nordhorn – Denekamp durch eine kontinuierliche Linie,
  • stündliche Verbindung mit Oldenzaal und Enschede mit direkter Umsteigemöglichkeit in die niederländischen IC-Verbindungen nach Amsterdam und Rotterdam und
  • Umsteigeknoten am Bahnhof Nordhorn zwischen der Nord-Süd-Bahnverbindung Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus (später nach Coevorden), der Schnellbuslinie Lingen – Nordhorn – Enschede und dem Stadtbusverkehr.

Das könne sich auch rechnen, so Harry Brooksnieder. „Das Land gibt Zuschüsse zu den Schnellbuslinien. Das sollen Land und Landkreis als ÖPNV-Aufgabenträger mal rechnen.“

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