Die SPD begrüßt die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, der zum Jahreswechsel mit der Wiedereinführung des Schienenpersonenverkehrs auf der Strecke Neuenhaus – Nordhorn – Bad Bentheim und den Änderungen im Busverkehr erfolgen wird. Ausschlaggebend waren die langjährigen Partei übergreifenden Anstrengungen der Verwaltungen, der Bentheimer Eisenbahn und der Politik, insbesondere des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion in der letzten Landtagsperiode, Gerd Will.

In einer gemeinsamen Fraktionssitzung der SPD-Fraktionen in Kreistag und Stadtrat Nordhorn wurden die sehr komplexen Bauvorhaben noch einmal dargestellt wie auch die bisherigen Vorstellungen des Landkreises zum zukünftigen Busliniennetz. Für Nordhorn ist hierbei wichtig, dass die Verknüpfung Bus – Zug mit allen Stadtteilen funktioniert. Die Anbindung der westlichen und östlichen Stadtteile gestaltet sich schwierig. Ein Umstieg zwischen Bus und Bahn sowohl nach Osten als auch nach Westen funktioniert nur, wenn die bisherige Stadtbuslinie 2 verändert wird und in einem 30-Minuten-Takt verkehrt. Das bedeutet zusätzliche Kosten für einen zweiten Bus auf der Linie 2. Die SPD-Ratsfraktion hat sich entschieden, diesen Mehraufwand und den Vorschlag des Landkreises zur Teilung dieser Mehrkosten zwischen Stadt und Landkreis zu akzeptieren. Für Petra Alferink, die SPD-Parteivorsitzende, ist entscheidend, dass die Busse den Menschen aus allen Stadtteilen die schnelle Verknüpfung mit dem Zug ermöglichen, und dass mit der Erweiterung der Linie 2 eine bessere Anbindung  der Stadtteile Stadtflur und Oorde erreicht wird.

Gut findet die SPD auch, dass die zukünftige stündliche Buslinie Bad Bentheim – Nordhorn die Verknüpfung mit dem IC von und nach Hannover und Berlin herstellt. Allerdings beginnt bzw. endet diese Buslinie am Nordhorner Bahnhof. Für Ratsmitglied Volker Friese ist das unglücklich: wer zum Sportpark will, muss am Bahnhof unsteigen, ebenso wer aus dem Norden zum IC oder zum Kurpark will. Besser wäre, die Linie Bad Bentheim – Nordhorn über den Bahnhof hinaus nach Bookholt weiter zu führen. Fraktionsvorsitzender Harald Krebs: „Deshalb hat die SPD beantragt, die Weiterführung der Bentheimer Linie nach Bookholt dadurch zu ermöglichen, dass sie eine der beiden Linien nach Bookholt übernimmt.“ Da diese Linien von Bookholt aus über die neue Osttangente bis zum Kloster Frenswege fahren sollen, würden so IC-Reisende umsteigefrei das Kloster erreichen können, wie auch Bentheimer das EUREGIO-Klinikum.

Dabei möchte die SPD zwei Buslinien pro Stunde über den Stadtring haben, alle anderen Linien sollen weiterhin über Bahnhofstraße und Firnhaberstraße fahren. Ratsmitglied Harry Brooksnieder: „Neben der Verknüpfung am Bahnhof ist die Erreichbarkeit unserer Innenstadt unverzichtbar.“

Einen Wunsch erfüllen die derzeitigen Planungen des Landkreises nicht: eine direkte Verbindung in die Hochschulstadt Enschede. Dazu beantragt die SPD, dass der Landkreis hierzu Verhandlungen mit der niederländischen Seite führen soll. „Bei allem Respekt für die ehrenamtlichen Fahrer der Bürgerbuslinie ist Umstieg in Denekamp lästig. Gerade für junge Menschen wäre die Weierführung der niederländischen Buslinie 61 Enschede – Denekamp nach Nordhorn attraktiv“, so Ratsmitglied Johanna Harland.

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